Schon während der Umsetzung von meinem "Projekt Modellbahnanlage TT" kamen die ersten Gedanken, für Ergänzungen und eine Anlagenerweiterung. Grund für die Idee einer Anlagenerweiterung war hauptsächlich, dass nach und nach der Fuhrpark erweitert wurde und so die "alte Anlage" nicht mehr genügend Platz für die Unterbringung des rollenden Materials bot. Und damit stand eigentlich auch schon fest, was die Anlagenerweiterung beinhalten sollte. Ein Ringlokschuppen und weitere Abstellgleise waren als Hauptelemente vorgesehen.

Gleisplanentwurfg-plan3.jpgDa ich für die bestehende Anlage die Gleisplanung per PC durchgeführt hatte, war die Erweiterungsplanung mit Hilfe des Programms TrainCad in einigen Stunden erledigt. Mehr zum Thema Software, nicht nur zur Gleisplanung, ist in Phase 2 zu finden. Im linken Bild ist der Screenshot vom Gleisplan der "alten Anlage" zu sehen und rechts daneben der neue Gleisplan mit den entsprechenden Gleiserweiterungen. Schon gut zu erkennen ist, wo später einmal der Ringlokschuppen nebst Drehscheibe seinen Platz finden soll. Oberhalb vom Ringlokschuppen sind drei kurze Abstellgleise vorgesehen. Diese sollen dann einmal einen kleinen Güter- bzw. Verladebahnhof darstellen. Längere Zugeinheiten werden auf den zwei zusätzlichen Gleisen ganz oben Platz finden. Über diese Gleise wird dann auch der Zugverkehr zur bestehenden Anlage rollen.

drehscheibe_2drehscheibe_1Der Grundaufbau für die Anlagenerweiterung erfolgte genau so, wie schon in Phase 3 beschrieben. In den beiden Bildern rechts ist schon mal der Anbau mit der Drehscheibe und dem Ringlokschuppen im Rohbau zu sehen. Der Ringlokschuppen ist ein Modell von Auhagen. Das Grundmodell umfasst 3 Lokstände in 15° Gleisteilung und kann mit weiteren Lokständen ergänzt werden. Die Tore schließen sich nach Einfahrt der Lok selbständig. Die zum Ringlokschuppen passende elektrische Drehscheibe stammte von Fleischmann (Artikelnummer 6680) und ist für Lokomotiven mit einer Gesamtlänge bis etwa 180mm geeignet. Die Stromversorgung der einzelnen Gleisabschnitte erfolgt direkt über die Drehscheibe. Wahrscheinlich weil Fleischmann aktuell (Stand 2010) kein rollendes Material in der Nenngröße TT im Programm hat, ist die Drehscheibe derzeit bei Fleischmann nicht mehr im Angebot. Wie es aussieht, hat aber Roco das Produkt unter der Artikelnummer 35900 in sein Programm übernommen.

Nachdem der Rohbau soweit abgeschlossen war, ging es an die Anlagengestaltung. Die Vorgehensweise erfolgte hier analog wie schon in Phase 3 beschrieben. Neben dem Ringlokschuppen haben noch ein Bahnhof, verschiedene Bahnbetriebseinrichtungen, ein Stellwerk und ein Verladebahnhof einen Platz auf der Anlagenerweiterung gefunden. Die Bilder auf der linken Seite zeigen die Anlage nach der Erweiterung. Weitere Fotos der Anlagenerweiterung sind unter der Rubrik Bilder zu finden.

Wie schon in Phase 3 vorgestellt, hatte ich zunächst die Gleise auf Schottermatten verlegt, um einen Kompromiss zwischen Zeitaufwand und Optik zu finden. Nun, da die wesentlichen Arbeiten an meiner Anlage abgeschlossen waren, habe ich angefangen, die Gleise einzuschottern. Passenden Schotter gibt es von mehreren Herstellern in verschiedenen Farben. Als erste Variante habe ich eine Vorgehensweise ausprobiert, die ich im Internet gefunden hatte. Das bedeutete, als erstes etwas Weißleim im Verhältnis 1:1 mit Wasser und einigen Tropfen Spülmittel (um die "Kriechfähigkeit" zu verbessern) zu mischen. Dann konnte es damit weitergehen, das Gemisch abschnittsweise mit einer ausgedienten Einwegspritze vorsichtig in die Schwellenfächer zu verteilen und mit Gleisschotter aufzufüllen. Das Ergebnis fand ich allerdings nicht so richtig befriedigend, da ich einige fehlerhafte Stellen nacharbeiten musste. Dazu habe ich die Fehlstellen mit etwas Schotter aufgefüllt und dann mit dem Weißleimgemisch beträufelt. Das hat mich auf die Idee gebracht, eine zweite Variante auszuprobieren. Im Gegensatz zum ersten Versuch, habe ich nun zunächst den Gleisschotter in die Schwellenfächer gefüllt und mit Hilfe von einem kleinen Schwamm und einem Pinsel verteilt. Im Anschluss kam wieder die Einwegspritze zum Einsatz, um die Schwellenfächer mit dem Gemisch aus Weißleim, Wasser und Spülmittel zu beträufeln. Mit dem Ergebnis dieser Variante war ich sehr zufrieden. Keine Fehlstellen, einfach nur trocknen lassen. Jetzt mussten noch die Gleise gereinigt werden, um die Befahrbarkeit wieder herzustellen. Das war völlig problemlos mit dem Gleis-Reinigungsstein von Tillig (Artikelnummer 08974) zu bewerkstelligen. Die Bilder auf der linken Seite zeigen die Ergebnisse nach dem Einschottern der Gleise und den optischen Vergleich zur Verlegung auf Schottermatten.

 Phase 3


Home

Mail

Haftung

Top